Wie entstand der Countdown?

Der Countdown, wie er beim Start der Raketen in den Weltraum eingesetzt wird, stammt nicht aus der Weltraumforschung, sondern aus einem Film von Fritz Lang: „Die Frau im Mond“ aus dem Jahr 1929. Fritz Lang wollte die Spannung vor dem Abheben der Rakete steigern, was ihn in diesem Stummfilm vor eine große Herausforderung stellte. Fritz Lang entschied sich dafür, von zehn herunter auf null zu zählen, um so das Publikum geziehlt auf den Zeitpunkt des Abhebens hinzuführen.

Dieser Countdown wurdevon der NASA übernommen. Der eigentliche Countdown, der vor dem Startvorgang bestimmte Sicherheitskontrollen zeitlich markiert, beginnt oftmals bereits sieben Tage vor dem Start der Rakete und bietet zahlreiche Ausstiegsszenarien, wenn in der Vorbereitungsphase bestimmte Schritte nicht einwandfrei durchgeführt werden können. Die letzten zehn Sekunden des Countdown werden vielfach laut heruntergezählt, auch bei Starts der eurpäischen Raumfahrtbehörde ESA. Während bei den US-amerikanischen Starts bei Null die Rakete abhebt, werden bei Starts der ESA bei Numm die Triebwerke gezündet. In Russland ist der Countdown nicht üblich – die russischen Raketen starten ohne lautes Herunterzählen von zehn auf null. Mehr zum Thema Countdown gibt es übrigens bei wikipedia nachzulesen.